PLUS-LIBER

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09.10.2026

Plus-LIBER Zelldesign Förder Logos WTSH, EU, CAU, UniverCell

Mehr Energie auf gleichem Raum - und dabei schön cool bleiben: PLUS-LIBER startet!

PLUS-LIBER wird gefördert aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2021–2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Lithium-Ionen-Batterien sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Ob in Elektrofahrzeugen, in der Luft- und Raumfahrt oder in anderen Anwendungen: Je mehr Energie eine Batterie bei gleicher Größe speichern kann, desto vielseitiger lassen sich Batteriesysteme einsetzen. Gleichzeitig müssen Zellen sicher bleiben und ihre Wärmeentwicklung zuverlässig beherrscht werden. Genau hier setzt das Forschungsprojekt PLUS-LIBER an. Die UniverCell Holding GmbH arbeitet gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) daran, die Energiedichte von 21700-Lithium-Ionen-Zellen zu erhöhen und gleichzeitig deren thermisches Verhalten zu verbessern.

Was ist das Ziel des Projektes?

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der 21700-Zelle. Ziel ist es, möglichst viel Energie in dieser Format zu speichern, ohne dabei die Lebensdauer oder die thermische Sicherheit der Zelle zu beeinträchtigen. Dafür werden sowohl die Materialzusammensetzung als auch der geometrische Aufbau der Zelle untersucht und gezielt optimiert.

Das Projekt verfolgt dabei drei wesentliche Ziele:

  • Steigerung der Energiedichte und Lebensdauer der 21700-Zelle
  • Verbesserung des thermischen Verhaltens
  • Aufbau eines validierten thermischen Modells als Grundlage für ein optimiertes Zelldesign
  • Von der Messung zur optimierten Zelle

Um die Zelle gezielt verbessern zu können, müssen zunächst ihre Eigenschaften möglichst genau verstanden werden. Deshalb werden die bestehenden Zellen zunächst umfassend thermisch charakterisiert. Dabei wird untersucht, wie sich die Zelle unter verschiedenen Betriebsbedingungen erwärmt und welche Faktoren die Wärmeentwicklung beeinflussen.

Auf dieser Grundlage entwickelt die CAU Simulationsmodelle, mit denen sich das thermische Verhalten der Zelle virtuell abbilden lässt. Die Modelle werden anschließend mit experimentellen Messdaten abgeglichen und schrittweise validiert.

Der Vorteil: Statt unterschiedliche Zellvarianten ausschließlich durch aufwendige Versuche zu testen, können mögliche Designs zunächst mithilfe der Simulation untersucht und gezielt miteinander verglichen werden. Dabei werden mehrere Anforderungen gleichzeitig berücksichtigt – etwa Energiedichte, Wärmeentwicklung und Lebensdauer.

Die Simulationen liefern die Grundlage für die Entwicklung optimierter Zellvarianten. Im nächsten Schritt fertigt UniverCell diese neuen Zellen und untersucht sie unter realen Bedingungen. Dafür wird auch die bestehende Produktionslinie angepasst. So verbindet PLUS-LIBER wissenschaftliche Modellierung und experimentelle Forschung direkt mit der industriellen Fertigung.

Was soll am Ende stehen?

Das Ziel ist ein optimiertes 21700-Zelldesign mit höherer Energiedichte und beherrschbarer Wärmeentwicklung. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, leistungsfähigere und effizientere Lithium-Ionen-Zellen für zukünftige Anwendungen zu entwickeln.

Gleichzeitig soll das im Projekt aufgebaute Wissen in Schleswig-Holstein verwertet werden. Damit verbindet PLUS-LIBER Batterieforschung mit regionaler Wertschöpfung und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Technologien für die Energiewende und zur Reduktion von CO₂-Emissionen.

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